Ablauf einer Gutachtenerstellung

Der Ablauf einer Diagnose per Isotopenanalyse gliedert sich in Beprobung und Auswertung.

 

  • Die Beprobung erfolgt entweder durch Aufnahme von Flüssigwasser, oder durch Kieselgelpatronen, die z.B. Mauerfeuchte aufnehmen können.

  • Die Flüssigwasseraufnahme kann spontan stattfinden, während Kieselgelpatronen einige Tage Verweildauer im Mauerwerk benötigen, um verwertbare Daten zu liefern.

Die Art der Beprobung richtet sich dabei nach dem Schadensbild, oft werden beide Techniken gleichzeitig angewendet. Ein Zuviel an Proben wird dabei vermieden, da dadurch lediglich ähnliche Isotopenwerte erzeugt werden, was zu unnötig gesteigerten Kosten führen würde. Generell gilt daher die Strategie „so wenige Proben wie möglich, so viele Proben wie nötig“ zu nehmen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.

Für Spezialfälle sind außerdem Methoden vorhanden, um Proben der geschädigten Bausubstanz selbst (also statt Wasserproben z.B. Proben von feuchtem Mauerwerk, Holz, etc.) direkt im Labor auf Wasserisotopie untersuchen zu können. Dies ist besonders von Vorteil bei Fällen, in denen Eile geboten ist, da die Verweildauer der Kieselgelpatronen umgangen wird.

Weitere Details zur Probennahme sind in den Fallbeispielen eingearbeitet.

Nach Übersendung der Proben an das Labor kann von wenigen (meist zwei bis drei) Wochen Wartezeit ausgegangen werden.

Die anschließende Auswertung beinhaltet die Interpretation der Daten, die Berechnung von Verdunstungs- und Kondensationsgeraden zur tiefgreifenden Schadensdiagnose sowie die Einbeziehung sämtlicher objektspezifischer Parameter (z.B. Lage und Ausmaß des Schadens im Objekt, Luftfeuchte, Temperatur, etc.).